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Liberté! Égalité! Fraternité! - Freiheit! Gleichheit! Brüderlichkeit!
Diese Schlagworte stehen am Beginn einer neuen Zeit die am 14. Juli 1789 in Paris mit dem Sturm auf die Bastille recht radikal eingeläutet wird. Eine neue Epoche bricht an.
Nach 1789 ändert sich die politische Landschaft in Frankreich besonders unter der Regierung Napoleon I. radikal, es folgen Umbrüche in ganz Europa. Änderung der Regierungsformen und Erlasse neuer Gesetze sind die Folgen, zum Beispiel besteht seitdem die Möglichkeit zur Ehescheidung. Aber auch das kulturelle Klima wandelt sich, der Erlaß der Menschenrechte bereitet den Boden für komplett andere Gedankenwelten, und bahnbrechende wissenschaftliche Entdeckungen erweitern die Möglichkeiten des Menschen.
Eine komplett neue Gesellschaft entsteht. Das "ancien régime", die konventionellen Vertreter des alten Adels, trifft auf die jungen Emporkömmlinge aus dem Bürgertum. Sie bezeichnen sich selbst als die "Jeunesse Dorée". Einige dieser Menschen sind hoch gebildet, idealistisch und voller neuer kultureller Ideen, einige aber auch einfach nur vergnügungs- und gefallsüchtig. Diese ungleiche und von Kontrasten geprägte Gesellschaft trifft sich wöchentlich in den berühmten Salons. Schriftsteller stellen ihre neusten Werke vor, es wird philosophiert, musiziert und kleine Theaterstücke zum Amüsement von Zuschauern und Darstellern dargeboten. Man darf in Paris kein Treffen bei Madame Tallien, Madame Récamier oder Madame de Stael auslassen wenn man die neueste Mode präsentieren oder über sie und ihre teilweise skandalös entblößten Trägerinnen klatschen will. Ab 1800 wird durch Joséphine de Beauharnais, Gattin Napoleon I. das Schloß Malmaison in Paris zu einem kulturellen Zentrum und optisch zu einem Musterbeispiel des Geschmackes der Zeit, der sich bei Architektur, Einrichtung, Dekoration und Mode sehr stark an den Idealen der Antike orientiert.
Aber auch in anderen Ländern wird der literarische Salon oder der "ästhetische Tee" gepflegt. Das emanzipierte Bürgertum traf sich zum Beispiel in Deutschland unter der gastfreundlichen Ägide einer Rahel Varnhagen, Henriette Herz oder Johanna Schopenhauer. Unter ihren Gästen findet man Persönlichkeiten wie Schiller, Goethe, Hölderlin, die Arnims, Brentano oder Kleist...
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Wir sind eine Gruppe ästhetisch, kulturell und geschichtlich interessierter Menschen, die ihr Herz besonders an die Zeit von 1795 bis 1815 verloren haben. Diese Zeit versuchen wir in unseren regelmäßigen Treffen wieder aufleben lassen. In authentisch nachgearbeiteten Kostümen finden wir uns an verschiedenen geeigneten Orten wie Schlössern oder Freilichtmuseen zusammen. Harmonie in der Gemeinschaft, höfliche Umgangsformen und Beschäftigung mit Kultur stehen dabei genauso im Vordergrund wie die einfache Freude am Beisammensein Gleichgesinnter. Wir halten Lesungen, musizieren, führen kleine Theaterstücke auf, recherchieren in der Geschichte und lernen die zur Zeit passenden Tänze. Außerdem helfen wir uns gegenseitig die entsprechende Ausstattung in Kleidung und Alltagsgegenständen zu finden oder herzustellen und gehen gemeinsam ins Museum oder Theater.
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Haben wir Sie neugierig gemacht? Jeder Mensch, alt oder jung, der sich von unserem Denken und Tun angesprochen fühlt ist herzlich in unserem Kreis willkommen! Schreiben Sie uns eine Mail, wir freuen uns auf Ihre Nachricht:
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